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< 2. Spieltag: Großes Glück in der Liebe bei soviel Pech im Spiel
19.10.2014 19:23 Alter: 4 yrs
Kategorie: 2. Mannschaft
Von: Marco Sommer

2. Spieltag: Ein gutes Pferd ...


Hildesheim, 19.10.2014 Als ich die Aufstellung verkünde, kann sich wohl niemand gegen eine gewisse Erwartungshaltung wehren. Bad Lauterberg kommt nur zu siebt und ohne ihre beiden Spitzenbretter. Wenn wir Hasan außen vor lassen, haben wir an den einzelnen Brettern einen DWZ-Vorteil von 150 bis 300 Punkten. Dementsprechend ruhig beginnen die meisten Partien. Nur nichts Extravagantes riskieren und den Kampf nach Hause schaukeln. Lediglich Bernward kommt von Beginn an zu aktivem Spiel. Nach gut einer Stunde verabschiedet sich Stephan, er hatte uns kampflos in  Führung gebracht. Uwe steht ordentlich, Bernward super, Karl-Ulrich gut und Hasan hat einen Mehrbauern – leider steht dafür sein König auf e2 und der Königsläufer noch auf f1. Bei Peter, Jürgen und mir sieht es eher ausgeglichen aus. Peter remisiert auch kurz darauf. Fehlen noch 3 Punkte für die Pflicht. Um Figurenspiel zu kriegen lässt Jürgen einen gedeckten Freibauern im Zentrum zu, ich ziehe meine Figuren zum Angriff auf f7 zusammen, bei Uwe alles gut, bei Bernward zeichnet sich klar der nächste Punkt ab und Hasan bringt seinen König in Sicherheit. Jetzt würde ich gerne die Partien vom Schiedsrichter abschätzen lassen, einpacken und den sonnigen Tag genießen. Scheiße was is. Ich übersehe einen Verteidigungszug und werde sauber ausgekontert. Für das Läuferpaar muss ich einen Bauern geben und hoffe lediglich die Stellung mit meinem Gegenspiel irgendwie remis zu halten. Jürgens Plan geht auch daneben. Dafür gewinnt Bernward, noch 2 Punkte. Karl-Ulrich wickelt seinen Vorteil in ein dubioses Turmendspiel mit Mehrbauer ab. Hasan holt die erste 0, doch weil man mit einer 0 nicht rochieren kann, stelle ich einen Turm ein und spendiere die zweite dazu. Jürgen könnte jetzt aufgeben und die lange Rochade komplett machen. Aber er wartet noch, bis einer der gegnerischen Bauern durch ist oder er Material verliert. Uwe muss noch ein wenig kneten, gewinnt aber absolut souverän. 3,5 – 2,5 Die Schlussphase hat wohl sämtlichen Kibitzen (neue) graue Haare wachsen lassen. Patzeralarm1: Jürgens Gegner führt den letzten Zug seiner Kombination nicht aus und nimmt statt einer Figur nebst Partiegewinn lieber einen Bauern. Patzeralarm2: Karl-Ulrich sieht den Gewinnzug zu spät, jetzt ist das Turmendspiel nur noch remis. Patzeralarm3: Jürgen pflückt die gegnerischen Bauern von der siebten Reihe. Jetzt spielt nur noch er auf Gewinn. Er nimmt aber lieber das Remis zum 4,5:3,5 an. Uff. Pflicht erfüllt, Kür fällt aus. Bernward und Uwe dürfen sich für ihre Partien, Jürgen für seinen Kampfgeist auf die Schultern klopfen lassen. Der Rest hat eher für die Mannschaftseffizienz gespielt. Ein am Ende sehr glücklicher Sieg. Aber uns soll niemand nachsagen, dass wir nicht auch geschenkte Punkte nehmen.