Sie sind hier: » Startseite
< Verstärkung für die Jugend
08.09.2018 18:54 Alter: 16 days
Kategorie: Allgemeines
Von: Lutz Kohrt

Ein „Chess Hustler“ (eng.=Schachhure) in Farmsen…


Wussten Sie, was ein „Chess Hustler“ ist…?! Ich wusste es bisher jedenfalls nicht, bis ich mit unseren Kindern Nicolas (6) und Johanna (10) den Film „Searching for Bobby Fischer“ (deutsch: „Das Königsspiel“) gesehen habe (ein Film nach wahrer Begebenheit, den ich an dieser Stelle gerne empfehle – besonders Eltern). Darin geht es um das junge Schachtalent Josh Waitzkin, dessen Faszination für Schach unter anderem von Straßenschachspielern geweckt wird, eben jene „Chess Hustlers“, wenn auch nicht unbedingt zur Freude seines „seriösen“ Schachlehrers, der das als „Teufelszeug“ abtut! Denn diese – meist männlichen – Chess Hustlers haben nicht gerade einen makellosen Ruf (weshalb man für sie auch die wenig schmeichelhafte Übersetzung „Schachure“ findet), aber einige bieten einen hohen Unterhaltungswert und zeigen bisweilen beachtliches Können im (Blitz-)Schach. Anlässlich unseres diesjährigen Dorf- und Garagenflohmarktes am 26.8. in Farmsen (Schellerten) haben wir uns nun gefragt, ob das, was in New Yorker Parks möglich ist, auch in unserem 270-Seelen-Dorf funktioniert… ????. Und außerdem wäre das sicher ein prima Training für Nicolas….Also gesagt, getan: Tisch und Brett aufgebaut, Uhr natürlich auch (10 Min. pro Spieler, wir wollten es nicht übertreiben) und noch ein buntes Plakat als „Eyecatcher“ aufgehängt… Natürlich haben wir nicht um harte Dollars, sondern nur um Bonbons und Haribos gespielt: Wer gegen Nicolas gewinnt, dem sollte das versüßt werden (bei der Gelegenheit haben wir auch gleich ein paar Flugblätter zwecks Werbung für (Jugend-)Schach verteilt – vor allem natürlich an Eltern mit Kinder im „schach-fähigen Alter“). Erst verlief es etwas schleppend. Die Flohmarktbesucher schlichen teils verwundert, teils skeptisch oder auch belustigt um Nicolas‘ kleinen Stand herum – ohne freilich selbst beherzt einen Eröffnungszug zu wagen. Doch dann kam der erste „Kunde“, was wiederum weitere Interessenten und sogar den einen oder anderen Zuschauer anlockte…

Natürlich haben wir das mit den Süßigkeiten am Ende nicht so streng gehandhabt und waren auch großzügig, wenn die Gäste ihre Partie verloren haben. Danke also noch einmal an dieser Stelle an alle, die den Spaß mitgemacht haben! Und Glückwunsch an Nicolas, für den trotzdem noch jede Menge Süßigkeiten übrig waren – denn er hat tatsächlich alle sieben Partien an diesem Nachmittag gewonnen… ????.